Übertritt zum Judentum: Wer hat das Sagen?
Die israelische Regierung hat am 22. Juni eine Vorlage auf Eis gelegt, welche dem Oberrabbinat das Monopol über Übertritte zum Judentum in Israel gegeben hätte. Auf Betreiben von Premierminister Benjamin Netanjahu wurde mit den Vertretern des Reformjudentums und konservativer Strömungen vereinbart, dass sie eine Petition ans Obergericht fallen lassen. Dafür verzichtet das Parlament während sechs Monaten auf die Verabschiedung des Gesetzes. Der Sprecher Netanjahus sagte, es gehe darum, die «Einheit der jüdischen Nation» zu wahren. Der frühere Minister Nathan Sharansky, der Leiter der Jewish Agency (Einwanderungsagentur), soll mit den Strömungen in dieser Frist eine neue Vorlage ausarbeiten. Der eingefrorene Entwurf stammt von der rechtsgerichteten Partei von Aussenminister Lieberman; er hatte nicht-orthodoxe Juden in Israel und weltweit verärgert. Das Thema wird seit Monaten hitzig diskutiert.
Quelle: Livenet / Haaretz
Datum: 27.07.2010
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