Kirchenbund eröffnet Vernehmlassung zum reformierten Bekennen
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| Sprache für den Glauben finden: Matthias Krieg von der Zürcher Landeskirche leitete die Initiativgruppe |
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Die Kirchenbasis soll zum «Werkbuch Bekenntnis» Stellung nehmen. Es ist in alle reformierten Gemeinden gesandt worden. SEK-Ratspräsident Thomas Wipf sagte, damit diskutierten die Schweizer Reformierten zum erstenmal über gemeinsame Referenztexte.Das Werkbuch Bekenntnis versammelt 19 christliche Bekenntnisse vom Apostolikum des 3. Jahrhunderts bis zur Genfer Déclaration de Foi von 1992 und stellt den Entwurf für ein neues Credo dazu. Das Buch wurde von einer interkantonalen Initiativgruppe aus Kirche und Universität zusammengestellt, deutsch und französisch herausgegeben und Ende 2009 an alle Kirchgemeinden geschickt. Die Abgeordneten der Landeskirchen gaben dem Kirchenbund im Juni 2009 den Auftrag, eine Vernehmlassung um Bekennen und Bekenntnisse in den reformierten Kirchen der Schweiz durchzuführen. «Mit der Diskussion möchten wir die Auseinandersetzung, eben das ‚Werken‘, mit dem persönlichen und dem gemeinsamen Glauben neu anstossen», so Wipf: «Dass dieses Glaubensgespräch an der Basis in den Kirchgemeinden geführt wird, ist typisch reformiert.» Kirchesein mit und ohne gemeinsames Bekenntnis Die in diesen Tagen eröffnete Vernehmlassung soll die Frage beantworten, inwiefern das Werkbuch Bekenntnis als Grundlage für eine künftige Sammlung an Bekenntnissen der reformierten Kirchen der Schweiz dienen kann. Die meisten reformierten Kirchen des Landes sind seit dem 19. Jahrhundert bekenntnisfrei (was im weltweiten Vergleich die grosse Ausnahme ist). Es ist ihnen freigestellt, ob bei der Taufe oder der Ordination ein Bekenntnis gesprochen wird, und welches dies ist. Zur Vernehmlassung eingeladen sind Pfarrpersonen, Kirchgemeindebehörden, Kirchgemeinde- und Erwachsenenbildungsgruppen, Pfarrkapitel sowie kantonale Kirchenexekutiven. Die Vernehmlassung wird ab Juli 2011 durch das Institut für Theologie und Ethik des SEK theologisch ausgewertet, statistisch durch ein externes Unternehmen. Im Sommer 2012 soll der Abgeordnetenversammlung des SEK ein Bericht mit Optionen zur Weiterarbeit vorgelegt werden.
Zum Thema: Die Bekenntnisse des Werkbuchs Quelle:Livenet / SEK
Datum: 28.07.2010
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